Juryhearing in Waidhofen/Ybbs

Ein kleiner, landluftiger Nachbericht.

Am 16. und 17. Oktober gingen in Waidhofen/Ybbs die Juryhearings zum LandLuft Baukulturgemeinde-Preis 2021 und zum Sonderpreis für außergewöhnliches Engagement über die Bühne. Mit vielfältigen Auflagen zum gesundheitlichen Schutz aller Teilnehmenden und mit Hilfe der Disziplin aller Anwesenden konnte die berufliche Zusammenkunft, bei der sich alles um das Motto „Boden g’scheit nutzen“ drehte, stattfinden.

LandLuft Juryhearing Waidhofen/Ybbs

Auf der Suche nach Vorzeigegemeinden in Sachen Baukultur

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Juryhearing findet statt!

Die beiden LandLuft Juryhearings zum Baukulturgemeinde-Preis 2021 und Sonderpreis für außergewöhnliches Engagement unter dem Motto „Boden g’scheit nutzen“ werden am 16. Oktober 2020 stattfinden.

Aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation bitten wir um Verständnis, dass wir allen aktiv Teilnehmenden, Nominierten und Jurymitgliedern, ausreichend Platz und sichere Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen möchten und so von weiteren Gästen absehen müssen. 

In diesem geschlossenem Rahmen werden sich Entscheidungsträger*innen aus 13 Gemeinden Österreichs den Fragen und Anregungen der hochkarätigen Jury stellen. 
In der Kategorie Sonderpreis für außergewöhnliches Engagement erkunden die Juror*innen das Aktivitäten von Privatpersonen, Vereinen, Institutionen und Studierenden. 25 durchaus vielfältige Projekte geben Einblick in das boden- und raumordnungspolitische Wirken der Zivilbevölkerung.

Besonderer Dank gilt hier der Stadt Waidhofen/Ybbs, die dem Verein und allen Teilnehmenden großes Vertrauen für dieses berufliche Zusammentreffen entgegen bringt.

Partner*innen vor den Vorhang!

DIE ÖSTERREICHISCHE HAGELVERSICHERUNG
Der Baukulturgemeinde-Preis wäre ohne Ihre Unterstützung nicht möglich. Danke dafür! Wir haben Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender Österreichische Hagelversicherung, interviewt.

LandLuft: Warum unterstützen Sie LandLuft und warum ist Ihnen diese Partnerschaft wichtig?
Dr. Kurt Weinberger: Wir versichern als agrarischer Spezialversicherer Wetterextreme, die bedingt durch den Klimawandel zunehmen. Daher setzen wir uns aus gesellschaftspolitischer Sicht für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit ein. Das erklärt auch unser Engagement für den Erhalt unserer Lebensgrundlage Boden. Wir müssen national die Voraussetzungen schaffen, um die Bevölkerung ausreichend ernähren zu können. Daher müssen wir auch zum Wohle der zukünftigen Generationen die wertvollen Agrarflächen schützen. Denn von Beton kann man nicht abbeißen. LandLuft ist dabei ein wichtiger und wertvoller Partner.

LandLuft: Wie können positive Beispiele für einen guten Umgang mit Grund und Boden in Gemeinden und Städten Ihrer Meinung nach aussehen?
Dr. Kurt Weinberger: Wir liegen mit 15 Straßenmetern pro Kopf und der höchsten Leerstandsfläche – laut Umweltbundesamt 40.000 Hektar – an der Spitze in Europa. Dabei schützt eine vermehrte Investition in die Schiene den Boden und das Klima, die Sanierung des Leerstands schont die Umwelt und schafft tausende Arbeitsplätze. Zudem ein perfektes Beispiel, bei dem sich Ökologie und Ökonomie ergänzen.

LandLuft: Was kann Ihrer Meinung nach durch gute Bodenpolitik verbessert werden?
Dr. Kurt Weinberger: Faktum ist: Der Boden ist die Haut der Erde, und weder Erde noch Mensch sind ohne Haut überlebensfähig. Durch zubetonierte Agrarflächen gefährden wir aber die Lebensmittelproduktion. Daher muss der Boden als kritische Infrastruktur deklariert werden. Die Sicherung der nationalen Lebensmittelversorgung und damit die Sicherung unserer Böden sollen in der Bundesverfassung verankert werden. Andernfalls wird Österreich ein „Land ohne Äcker, zukunftslos!“

Das sind die Nominierten zum Baukulturgemeinde-Preis 2021 „Boden g’scheit nutzen“

Aus 37 Einreichungen nominierte die Jury aufgrund zukunftsweisender baukultureller und bodenrelevanter Zugänge 13 Gemeinden aus ganz Österreich, um beim Juryhearing im Herbst 2020 in Waidhofen/Ybbs anzutreten. Das Bundesland Vorarlberg wird mit den vier nominierten Kommunen Andelsbuch, Göfis, Nenzing und Feldkirch am stärksten vertreten sein. Des Weiteren sind Innervillgarten (Tirol), Lesachtal und Oberdrauburg (Kärnten), Lang und Trofaiach (Steiermark), Thalgau (Salzburg), Feldkirchen an der Donau (Oberösterreich) sowie Ober-Grafendorf und Mödling (Niederösterreich) zum Hearing geladen.

Die Bandbreite an Gemeinden, die unter dem Motto „Boden g’scheit nutzen“ teilgenommen haben, reicht von ländlichen Kommunen unter 1.000 Einwohner*innen bis zu größeren Städten mit über 30.000 Bürger*innen.

Das sind die Nominierten zum LandLuft
Sonderpreis 2021 “Boden g’scheit nutzen”

In der ersten Einreichphase gingen 68 Beiträge zum erstmals ausgelobten LandLuft Sonderpreis ein. Unter diesen finden sich sowohl das Engagement von Privatpersonen, Vereinen und Initiativen als auch Studierendenarbeiten, Beiträge mit architektonischem Fokus aber auch überregionale Konzepte uvm.

Aus der Vorjurierung gingen nun 28 Nominierungen, sprich der Menschen dahinter und deren Engagement zum Thema „Boden g’scheit nutzen“, hervor. Diese sind zum Juryhearing im Herbst 2020 nach Waidhofen/Ybbs geladen. Die Liste der Nominierten finden Sie gereiht nach dem Zeipunkt der Einreichung hier.


Die nächsten Schritte zur Prämierung

16.10.2020: Öffentliches Juryhearing in Waidhofen/ Ybbs

April 2021: Bereisung von Gemeinden durch die Jury

23.9.2021: Preisverleihung zum LandLuft Baukulturgemeinde-Preis und zum Sonderpreis für außergewöhnliches Engagement in Wien, Eröffnung der Wanderausstellung, Präsentation der Publikation

Ab Okober 2021: Wanderausstellung – LandLuft on Tour

Über 100 Einreichungen zum LandLuft Baukulturgemeinde-Preis und Sonderpreis

“Wir freuen uns über die große Anzahl eingereichter Gemeinden und Projekte und danken allen Teilnehmenden und Multiplikator*innen.” Elisabeth Leitner, Obfrau LandLuft

Es sind viele
Mit 105 Einreichungen gehen der LandLuft Baukulturgemeinde-Preis und Sonderpreis für außergewöhnliches Engagement in die nächste Phase. 37 Gemeinden aus sieben Bundesländern und 68 Einreichungen zum Sonderpreis stellen sich durch die eingereichten Unterlagen dem kritischen Blick der hochkarätigen Jury. Spitzenreiter ist diesmal das Bundesland Niederösterreich mit acht einreichenden Kommunen, dicht gefolgt von Vorarlberg mit sieben und Oberösterreich und die Steiermark mit sechs Beiträgen.

Die Einreichungen
Die Bandbreite an Gemeinden, die unter dem Motto „Boden g’scheit nutzen“ teilgenommen haben, reicht von ländlichen Kommunen unter 1.000 Einwohner*innen bis zu größeren Städten mit über 20.000 Bürger*innen. Unter den Bewerbungen zum Sonderpreis findet sich sowohl das Engagement von Privatpersonen, Vereinen und Initiativen als auch Studierendenarbeiten, Beiträge mit architektonischem Fokus aber auch überregionale Konzepte uvm.