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Sprechen über die Baukulturellen Leitlinien des Bundes

In der monatlichen Radiosendung des afo architekturforum oberösterreich auf Radio FRO haben die beiden LandLuft Vorstände Uli Böker, Landtagsabgeordnete in Oberösterreich und Bernhard Rihl Architekt und Sprecher für Oberösterreich der Plattform Baukulturpolitik, vor dem Mikrophon über die Baukulturellen Leitlinien des Bundes diskutiert.

Radiosendung Architekturforum nachhören.

Lernen von Alfons Dworsky

Über Jahrzehnte hat sich Alfons Dworsky an verschiedenen Universitäten (u.a. in Wien, Hannover, Michigan und Bangkok) sowie in Planungsaufträgen und Studien in unterschiedlichen Gemeinden und Regionen mit baulich-räumlichen Strukturen in ländlichen Räumen auseinandergesetzt. Im Umfeld von LandLuft ist es seit Jahren ein Anliegen, dieses Wissen und Alfons Dworskys Art, seine Anschauungen in Erzählungen und Zeichnungen zu vermitteln, in angemessener Form zu dokumentieren.

Nun präsentieren wir “Architektur als soziales Ereignis” als erstes Heft einer Serie.
27. April 2018 19 Uhr
LandLuft Büro in Wien, Belvederegasse 26, 1040 Wien
Anmeldungen bis 18. April unter leitner@landluft.at

Weitere Termine sind bereits fixiert.

Baukultur & Gemeindeentwicklung drent & herent

Foerderhinweis

Baukultur endet nicht an nationalen Grenzen – die Vernetzung von Gemeinden und Initiativen über ihre Regions- und Landesgrenzen hinaus trägt viel zur Stärkung eines baukulturellen Bewusstseins bei.

Diese Idee verbindet Landluft – Verein zur Förderung von Baukultur in ländlichen Räumen mit Sitz in Österreich und die Schule der Dorf- und Landentwicklung Plankstetten (kurz SDL). Beide Vereine beschäftigen sich seit geraumer Zeit mit der Vermittlung und Initiierung neuer Wege für kommunale Entwicklung. Dabei spielen Baukultur und neue Formen der Bürgerbeteiligung eine ebenso große Rolle wie die Erschließung neuer kommunaler und/oder regionaler Handlungsfelder (demografischer Wandel, außerfamiliäre Unterstützungsnetzwerke, kommunale Sozialpolitik, Weiterentwicklung des Ehrenamts, Kunst als Entwicklungsfaktor etc.).

LandLuft und die SDL führen im Jahr 2018 ein gemeinsames INTERREG-Projekt durch, bei dem grenzübergreifend in den Regionen Niederbayern und Oberösterreich Aktivitäten gebündelt und durchgeführt werden. Im Rahmen von Ausstellungen, Exkursionen, Vorträgen und Veranstaltungen soll mit Bürgern und Gemeindeverantwortlichen gemeinsam über die Zukunft des ländlichen Raums im Allgemeinen und ihrer Gemeinde im Speziellen nachgedacht werden. Anhand von Best-Practice-Beispielen und Vorträgen sollen neue Möglichkeiten diskutiert und eigene Möglichkeitsräume erweitert werden. Baukultur und Bürgerbeteiligung dienen dabei als Ausgangspunkte der Überlegungen. Mit den geplanten Veranstaltungen wird Bewusstseinsbildung bei einer breiteren Zielgruppe gemacht und ein interessanter Blick über die Grenze gewagt.

Das Projekt wird finanziell vom Programm INTERREG Österreich-Bayern 2014-2020 unterstützt.

INTERREG_Gern_Openair_Theater©LandLuft

Baukultur-Stammtisch in Ottensheim

Wir laden gemeinsam mit dem afo architekturforum oberösterreich und der Gemeinde Ottensheim zum Baukultur-Stammtisch.

Gemeindesaal Ottensheim, Marktplatz 7 4100 Ottensheim
Mittwoch 4. April 2018, ab 18 Uhr

Nach Impulsstatements von Elsa Brunner, Bundeskanzleramt, und Uli Böker, oö. Landtagsabgeordnete, diskutieren wir mit interessierten Gästen über die im vergangenen Jahr in Kraft getretenen Baukulturellen Leitlinien des Bundes.

Baukultur betrifft alle Österreicherinnen und Österreicher. Gelungene Baukultur steigert unsere Lebensqualität und wertet gleichzeitig den Wirtschaftsstandort Österreich auf. Sie entsteht überall dort, wo Menschen ihren Lebensraum gestalten: Gebäude, Straßen und Plätze, Verkehrs- und Infrastrukturbauten zählen ebenso dazu wie Gewerbeparks oder Dorfzentren“, so der damals zuständige Kulturminister Thomas Drozda im Juli 2017.

Unter den 20 Leitlinien finden sich Ziele wie “Mit Flächen sparsam umgehen”, “Öffentliche Mittel an Qualitätskriterien binden”, “Planungsbeiräte implementieren” und “Zukunftsfähiger Wohnbau”. Stadt- und Ortskerne sollen gestärkt, Zersiedelung soll reduziert werden. Ziel der baukulturellen Leitlinien ist zwar die aktive Mitgestaltung der Baukultur durch den Bund. Die Leitlinien sind aber rechtlich nicht verbindlich, sondern eine “freiwillige Selbstbindung des Bundes”.

Stimmen aus Oberösterreich:
Die Grünen wie auch die Ziviltechnikerkammer fordern: “Der große Nachteil ist, dass die Leitlinien rechtlich nicht verbindlich sind.” Sie sollten daher bald in Gesetze einfließen.

Die Intention sei gut, grundsätzlich sollten solche Leitlinien bei einer Baupolitik mit Hausverstand selbstverständlich sein, sagt Oberösterreichs Bau- und Wohnbaureferent Manfred Haimbuchner (FP): “Es sollte aber nicht zu Begehrlichkeiten in finanzieller Hinsicht führen. Ich bin auch für eine Symbiose von kulturellem Erbe und zeitgenössischer Architektur, aber das soll kein Freibrief für alle möglichen Experimente sein.”

Manche befürchten, dass die Leistbarkeit auf der Strecke bleibe. Robert Temel, Sprecher der Plattform Baukulturpolitik, widerspricht: “Wenn man in intelligente Planung investiert, steigt die Qualität und sinken die Kosten.”

Aus dem Büro von Oberösterreichs Raumordnungsreferent Michael Strugl (VP) heißt es, dass im Land etwa der sparsame Umgang mit Flächen als Ziel schon verankert sei. Die kommunale Ebene sei sensibilisiert. Der Bund sollte auch klare Rahmenbedingungen für die Vertragsraumordnung schaffen.

Baukultur Stammtisch

Wege zur Ermächtigung

Wie erhöht man die Beteiligung von Frauen in der kommunalen Arbeit? Ottensheim zeigte, wie es geht. Uli Böker war Bürgermeisterin der Marktgemeinde Ottensheim und erzählt in einem Gastkommentar in der Wiener Zeitung, wie viel umgesetzt wurde – allein durch das Engagement von Frauen.

“Zwölf Jahre war ich Bürgermeisterin in der Marktgemeinde Ottensheim. Es ist eine Gemeinde mit vielen innovativen Geistern, mit starker Bürgerbeteiligung – und mit vielen Frauen in den vorderen Reihen. Beim Schreiben dieser Zeilen wird mir wieder einmal bewusst, wie viel in dieser Gemeinde von Frauen initiiert und umgesetzt wurde.”

Zur Autorin
Ulrike Böker war von 2003 bis 2015 Bürgermeisterin der Marktgemeinde Ottensheim für die Bürgerliste “pro O”, deren Mitbegründerin sie war. Seit 2015 sitzt sie für die Grünen im oberösterreichischen Landtag. Böker war lange in der Kulturarbeit tätig, seit 30 Jahren ist sie in der Kulturgruppe “arge granit” tätig, seit 2013 Vorständin im Verein “LandLuft”, der sich der Förderung der Baukultur in ländlichen Räumen widmet.

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