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7 LandLuft-Schritte zur Baukulturgemeinde

  1. Beratung einsetzen:
    Engagieren sie eine/n Ortsplaner/in – als Beratung für alle Planungs- und Gestaltungsfragen oder installieren sie einen Gestaltungsbeirat, der aus mindestens zwei unabhängigen PlanerInnen besteht und regelmäßig wechselt. Dieser Beirat berät sie in allen Planungs- und Gestaltungsfragen und erleichtert die Argumentationen in baulichen Fragen. Sie werden sehen, alle BauwerberInnen sind für diesen kompetenten Dialog im Vorfeld des Bauens sehr dankbar. Es können dadurch viele Fehler vermieden bzw. leichter Vorgaben aus einem Ortsentwicklungskonzept verfolgt und umgesetzt werden.
  2. Ideen sammeln:
    Führen sie eine professionelle Ideenfindung für Zukunftsprojekte durch, indem sie die BürgerInnen um ihre Mitarbeit bitten. Exkursionen zu Vorzeigeprojekten wecken den Willen zur Gestaltung und Veränderung – sie führen auch die Umsetzbarkeit von Visionen vor Augen. Mehrjährige Entwicklungsprozesse (Ortsentwicklung, Dorferneuerung, Agenda 21) beschleunigen und professionalisieren die Strategiefindung. Haben sie keine Angst vor Ideen, je mutiger desto mehr Energie können diese mobilisieren.
  3. Vorstudie erstellen:
    Wenn die ersten Ideen/Wünsche formuliert sind, beginnen sie mit einer gewissenhaften Projektvorbereitung, sowie dem Ausarbeiten einer Machbarkeitsstudie und eines Raum- und Funktionsprogramm. Nutzen sie professionelle Hilfe von Experten – in dieser Phase lassen sich schwere Fehler vermeiden. Sichern sie auf Basis dieser Information vor dem nächsten Schritt die Finanzierung.
  4. Wettbewerbe durchführen:
    Schreiben sie – auch bei kleinen Projekten – einen Planerwettbewerb auf Basis der Studie aus. Ihr/e Ortsplaner/in, der Gestaltungsbeirat oder ein/e andere/r unabhängige/r Architekt/in unterstützt sie gerne dabei. Tipp: Ideen sollten ihnen etwas wert sein – Gratisleistungen macht niemand gern, denn Ideen sollten zur Entscheidungsfindung für die Gemeinde dienen und nicht als Auftragsakquistion der Architekten gesehen werden. Schauen sie in der Beurteilung nicht nur auf die ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Nachhaltigkeit und entscheiden sie nicht nach Baukosten sondern nach Lebenszykluskosten (ein Gebäude wird in der Regel zwischen 30 und 80 Jahre genutzt.).
  5. Sieger umsetzen:
    Das beste Projekt gewinnt nicht ohne Grund. Lassen sie die beste Idee auch Realität werden – auch wenn es Widerstände geben sollte. Sie werden sehen, es zahlt sich aus.
  6. Rückgrat beweisen:
    Die schwierigste Phase ist die Bauphase. In diesem Projektabschnitt gibt es viele, die sich nicht vorstellen können, dass hier etwas Außergewöhnliches entsteht. Die nackten Bauteile sorgen oft für Unverständnis und Kritik. Sorgen sie mit Baustellenfesten und Führungen dafür, dass die Menschen mehr Beziehung zum Projekt bekommen, dass sie die Räume schon im „Rohzustand“ von innen „begreifen“ können.
  7. Fertigstellung zelebrieren:
    Wenn das Projekt fertig ist, öffnen sie die Türen. Die Öffnung zur Inbesitznahme bzw. die Möglichkeit, das Gebäude nutzen zu können, steigert die Akzeptanz. Ein Vorbild für weitere positive Entwicklungen ist geboren.