Partner*innen vor den Vorhang!

DER ÖSTERREICHISCHE GEMEINDEBUND

Der Baukulturgemeinde-Preis wäre ohne Ihre Unterstützung nicht möglich. Danke dafür! Wir haben Alfred Riedl, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, interviewt.

LandLuft: Warum unterstützen Sie LandLuft und warum ist Ihnen diese Partnerschaft wichtig?
Alfred Riedl: „Die Gemeinden stehen seit Jahrzehnten vor der Herausforderung vor allem den ländlichen Raum als Lebensraum wettbewerbsfähig zu halten und diesen individuell zu entwickeln und zu gestalten. Jede Gemeinde geht dabei einen eigenständigen Weg im Bewusstsein und der Verantwortung, die Bedürfnisse der Menschen vor Ort mitzutragen. Der Baukulturpreis ist für die Gemeinden ein wirkungsvolles Instrument, das uns hilft, Leben, Gemeinschaft aber auch Gestaltungskraft vor Ort zu aktivieren und zu fördern. Baukultur ist für die Gemeinden mehr als der Baustil des Gemeindeamtes oder kopierte Ornamente. Sie spiegelt vielmehr den Charakter einer Gemeinde sowie die Identität der Bewohner wider und gestaltet damit Heimat. Daher sind wir sehr dankbar für die Partnerschaft mit Landluft und freuen uns über die Zusammenarbeit.“

LandLuft: Ohne Boden keine Baukultur! Wie soll man Ihrer Meinung nach „Boden g’scheit nutzen“?
Alfred Riedl: „Die Bevölkerungsentwicklung, steigende Immobilienpreise in den Ballungszentren und der Wunsch nach einem Einfamilienhaus mit Garten erhöhen den Siedlungsdruck in immer mehr Gemeinden. Dazu kommt, dass die Gemeinden auch mit Leerständen vor großen Herausforderungen stehen. Den Gemeinden sind in vielen Fällen die Hände gebunden, wenn es um eine sinnvolle und klimaschonende Nutzung des Bodens geht. Wir stellen aber fest, dass ein Umdenken auch in der Bevölkerung bereits stattgefunden hat: Heute wollen Bürger aktiv mitdenken und mitgestalten. Zudem wissen wir, dass Grundstücke und damit auch die Häuser kleiner und kompakter werden: Hat man vor 30 Jahren noch ein Grundstück mit 1000 Quadratmetern gekauft, so sind es heute Grundstücke mit 400 bis 500 Quadratmetern. Es findet heute also schon eine gewisse Verdichtung statt.“

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